Ressourcen: Deine Schatzkiste für mehr Halt und Geborgenheit (mit Meditation + Liste)

Kennst du Phasen oder Situationen in deinem Leben, in denen nichts so läuft wie geplant und dir alles zu viel wird? In solchen Momenten kann es wohltuend sein, dich auf deine Ressourcen zu besinnen. Dieser Beitrag lädt dich ein, die verborgenen Schätze in deinem Leben zu entdecken.

Es gibt Tage, da fühlen wir uns fehl am Platz, ungeliebt und irgendwie nicht richtig, wie und wo wir sind. An solchen Tagen ist es gut, eine Schatzkiste bei uns zu tragen, die wir bei Bedarf öffnen und nutzen können, um wieder bei uns anzukommen.

Jeder Mensch trägt solche Schätze bei sich, oft mehr, als er ahnt. Fähigkeiten, Orte, Menschen, Erinnerungen, Gegenstände, Naturelemente. In der Körperarbeit heißen sie Ressourcen: alles, was uns Halt, Geborgenheit und innere Stabilität schenkt.

Innere Ressourcen stärken das Selbstvertrauen

Es gibt innere und äußere Ressourcen.

Innere Ressourcen sind all die Dinge, die uns aufgrund unserer Persönlichkeit und unserer inneren Entwicklung zur Verfügung stehen – zum Beispiel Beziehungsfähigkeit, Humor, Naturverbundenheit, Ruhe, Fachwissen, Empathie, Spiritualität und Glaube sowie unsere persönlichen Werte.

Die inneren Ressourcen erinnern uns daran, was uns ausmacht und was sich in uns im Laufe unseres Lebens schon alles Schönes entwickelt hat – auch wenn es vielleicht gerade schwer ist, das wahrzunehmen. Unsere inneren Ressourcen zeigen uns: Da ist schon so viel da, was mich ausmacht und stärkt.

Äußere Ressourcen als wertvolle Stütze

Manchmal kann es aber auch hilfreich(er) sein, die Ressourcen um uns herum wahrzunehmen und zu merken: Ich muss nicht alles alleine schaffen. Da ist Unterstützung da. Ich kann mich anlehnen und innerlich aufatmen.

Diese äußeren Ressourcen können sein: Familie und Freunde, Haustiere, Hobbys, liebgewonnene Traditionen und Rituale, ein Wohlfühlort wie ein Haus, ein Garten oder ein schöner Platz in der Natur.

Und auch ganz einfache Dinge können eine wichtige Ressource für uns sein:

  • Ein schöner Stein,
  • eine warme Decke oder Wärmflasche,
  • ein berührender Song,
  • vertraute Geräusche (das Schnurren einer Katze, jemand werkelt gemütlich im Nebenraum),
  • angenehme Gerüche (frischgebackenes Brot, ein Lavendelkissen),
  • ein für uns wertvolles Erbstück,
  • ein Lieblingsmöbelstück,
  • ein schönes Bild an der Wand,
  • Bäume und Tiere, die uns eine bestimmte heilsame Qualität vermitteln,
  • bestimmte Körperhaltungen oder Klänge,
  • der Halt der Erde unter uns,
  • wärmende Sonnenstrahlen oder kühlendes Wasser auf der Haut,
  • ein liebgewonnenes Kuscheltier, …

Alles, was uns etwas bedeutet, uns Halt und liebevolle Unterstützung schenkt, kann für uns zur Ressource werden.

Und manchmal ist Unterstützung für uns auch „zu schön, um wahr zu sein“ – zu viel Wärme, zu viel Halt auf einmal. Wir machen dann nichts falsch, es ist einfach eine Schutzreaktion unseres Nervensystems. Wenn es gelernt hat, auf der Hut zu sein, vertraut es nicht sofort.

In solchen Momenten hilft es, wie ein neugieriger Detektiv vorzugehen: Was fühlt sich wirklich gut an? Wo könnte ich mich ein kleines bisschen anlehnen? Vielleicht ist es nicht direkt ein großes Krafttier – sondern erstmal „nur“ der beruhigende Stein in der Hand. Nicht die tragende Gemeinschaft aus echten Menschen – sondern die Wärme einer Tasse Tee oder einer Wärmflasche.

Das ist dann genau die richtige Ressource für diesen Moment. Nicht die größte oder schönste – sondern die, die das System gerade wirklich annehmen kann.

Und von dort aus wächst das Vertrauen langsam – in kleinen Häppchen, in eigenem Tempo.

Welche Ressourcen hast du?

Gerade in schwierigen Zeiten fehlt uns oft der Zugang zu unseren Ressourcen. Das heißt, wir wissen vor lauter Sorgen oder Grübeln gar nicht mehr, dass wir wertvolle Schätze in uns tragen und um uns herum haben, die uns helfen können, die momentane Situation zu bewältigen. Aber auch im Alltag kann das Wissen um unsere Fähig- und Fertigkeiten mal „untergehen“. Unser Tunnelblick verdeckt die Sicht auf unsere Ressourcen.

Deshalb lohnt es sich, wenn wir unsere ganz persönlichen Ressourcen schon vorher kennenlernen und „sammeln“. Die folgenden Fragen können dich dabei unterstützen (und im nächsten Abschnitt gibt es auch noch eine kleine Ressourcen-Meditation für dich):

  • Was hat mir bisher in schwierigen Zeiten geholfen?
  • Wie erfülle ich mir meine Bedürfnisse?
  • Was sind meine Lieblingsorte, -Menschen, -Musikstücke?
  • Gibt es ein Tier, mit dem ich mich verbunden fühle? Welche heilsame Qualität strahlt es aus? (z.B. Ruhe, Stärke, Weisheit, Schutz)
  • Was mache ich gerne?
  • Was kann ich gut?
  • Was gibt mir Kraft?
  • Was schenkt mir Geborgenheit?
  • Was tut mir gut?
  • Was hilft mir?

Ressourcen-Meditation mit der Natur

Vielleicht magst du direkt mitmachen? Dafür habe ich hier eine kleine, körperorientierte Meditation (5 Min.) aufgenommen:

So viel Halt, so viel Unterstützung, so viele Stärken. Magst du für einen Moment damit atmen? Mit jedem Atemzug einfach wahrnehmen, was schon alles da ist?

Sammle deine Ressourcen (mit PDF)

Um deine Ressourcen in schwierigen Situationen besser abrufen zu können, kannst du sie auch einmal aufschreiben: jede einzelne auf ein kleines Zettelchen, die du dann in deine ganz persönliche Schatzkiste packst.

Oder wenn dir das zu aufwendig ist, kannst du dir auch einfach eine Ressourcen-Liste erstellen. (Hier findest du eine kostenlose Vorlage, die ich auch meinen Coaching-Klienten zur Verfügung stelle. Du kannst sie dir ausdrucken oder am PC ausfüllen. Wenn du magst, schreibe oder zeichne alles hinein, was dir guttut und dich stärkt und unterstützt.)

Eine andere Idee wäre, dir eine Foto-Collage zu erstellen, die dich an schöne Momente und wertvolle Unterstützung in deinem Leben erinnert:

Oder kreiere deine eigene Ressourcen-Wortwolke (dazu gibt es kostenlose Programme im Netz). Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Sobald ich mir meine persönliche Ressourcenliste anschaue, merke ich: Ich fühle mich freier und ruhiger angesichts all dieser Schätze, die mich stärken und mir inneren Halt und Geborgenheit schenken.

Die Enge in meinem Brustkorb geht weg. Mein (Selbst-)Vertrauen steigt. Und ich freue mich darüber, dass es so viele Dinge gibt, auf die ich zurückgreifen kann, wenn mal dunkle Wolken in meinem Leben aufziehen.

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Alles Gute für dich –
Alina Sauer 

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