Mood Booster

Heute ist nicht dein Tag? Laune im Keller? Hier gibt’s 9 Tipps, wie du sie schnell wieder hebst.

#1 Classics: Frische Luft & Bewegen

Durchatmen! Durch die Nase ein und den Mund aus: Ein, 2, 3, 4, Aus, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8. Bringt dich zurück ins Hier und Jetzt, verlangsamt den Puls, bringt frische Energie in deinen Körper.

Und Rausgehen hilft ja sowieso: Umgebung verlassen, etwas anderes sehen, Situation ändern. Gibt neue Eindrücke, pumpt frische Luft in die Zellen, befreit den Kopf und stoppt das Gedankenkarussell.

#2 Freunde mobilisieren

Man soll sich ja mit seinen Problemen auseinandersetzen, wenn man sie lösen möchte – manchmal ist es aber auch einfach gut, sich abzulenken, über andere Dinge zu reden oder sich eine zweite Sichtweise auf das eigene Problem einzuholen. Der Lerneffekt: Du bist nicht allein und es gibt nicht nur eine Sicht auf die Dinge.

Und manchmal wird man ja auch selbst um Rat gebeten ein zusätzlicher Booster fürs angekratzte Ego, denn Menschen lieben es, gebraucht zu werden.

#3 Rauszoomen

Was mir immer gut hilft, wenn ich das Gefühl habe, dass gerade alles schief läuft: Die Situation von oben betrachten.

Dazu stelle ich mir vor, wie ich mich quasi durch eine Super-Zoom-Kamera selbst beobachte von ganz weit weg. Ich „betrachte“ mich erst in der Totalen, „zoome“ dann immer weiter von mir weg. Bis nur noch die Stadt, das Land und der Kontinent um mich herum zu sehen sind, schließlich sogar die ganze Erde.

Ich betrachte also das große Ganze. Dadurch setze ich meine Probleme in Bezug und merke, dass sie am Ende gar nicht so wichtig und schrecklich sind, wie ich es vermutet hatte.

#4 Sitcom-Modus

Eine weitere Methode, die ich mir ausgedacht habe, ist es, in den Sitcom-Modus zu schalten. Ich stelle mir also vor: Wie würde diese Szene in einer Sitcom aussehen?

Am besten in einer aus den 1990er Jahren – in denen die Szenen noch so richtig übertrieben dargestellt wurden.

Humor entkrampt oft das Problem. Vor allem bei ungeschicktem Verhalten funktioniert das gut: Wenn ich zum dritten Mal die Ausfahrt verpasse, meine Teetasse verschütte und dann noch merke, dass ich mein Handy im Café liegen lassen habe. (Ich hab es übrigens wieder bekommen.)

#5 Sei dankbar

Schreibe alles auf, was gut war an deinem Tag. Blumenduft, ein Lächeln, ein strahlend blauer Himmel, eine fordernde Sportstunde, ein erfrischender Spaziergang: Auch die noch so kleinsten Kleinigkeiten zählen denn sie geben zusammengenommen ein Mosaik aus Zufriedenheit und zeigen die Fülle in deinem Leben.

Und versuche auch aus den auf den ersten Blick nicht so guten Dingen etwas Postitives zu ziehen. Denn nichts ist nur super oder nur doof. Versuche,

#6 Sei liebevoll mit dir selbst

Schreibe außerdem alles auf, was du an dir gut findest. Und alles, was du heute gut gemacht hast. Auch hier gilt wieder: Das kann Kleinkram sein. Du hast genug Wasser getrunken? Jemandem einen guten Rat gegeben oder einfach zugehört? Du hast es dir verkniffen zu tratschen? Alles super, weiter so!

Und wenn es mal nicht so lief: Verzeihe dir. Überlege dir dazu am besten, wie du auf den Fehler eines lieben Menschen reagieren würdest: Ihn verurteilen? Sie noch zusätzlich runterziehen? Wohl kaum: Du würdest den Menschen aufbauen, ihm sagen, dass das alles nicht so schlimm ist. Gehe so auch mit dir selbst um.

#7 Keep Calm …

Oft ist es so, dass wir das Gefühl haben, alles soll perfekt sein. Medien und Werbung zeigen perfekte Körper, perfekte Menschen, perfekte Familien. Da vergisst man leicht, dass eine große Portion davon inszeniert ist: Mit Photoshop, mit Drehbüchern, mithilfe sozialer Netzwerke die wie ein Scheinwerfer auf das Vorzeigbare sind, während wir im Dunkeln das verstecken, was nicht so gut läuft. Also:

  1. Glaub nicht, dass bei den Vorzeigemenschen immer alles perfekt läuft.
  2. Konzentrier dich auf dich. Bleib bei dir. Vergleiche dich nicht mit anderen. Und ziehe keine voreiligen Schlüsse. Du kannst nie sicher sein, was dahinter steckt.
  3. Leben ist Wandel. Sei dir bewusst, dass sich ständig alles verändert und dass nichts so bleibt wie es gerade ist.

Und mal so richtig schön leiden hat doch auch manchmal was sich einfach mal verkriechen und gut behandeln. Und manchmal ist das schon wieder so übertrieben, dass wir bald wieder lachen können.

#8 … and smile

Eine Methode für Fortgeschrittene: Dem Problem ins Gesicht lächeln. Das klingt zunächst natürlich nach dem Unpassendesten, was man tun kann, wenn die Laune so richtig im Keller ist.

Das Interessante ist aber: Es wirkt egal, wie mies du dich fühlst. Dem Körper gute Laune vorzugaukeln macht tatsächlich gute Laune. Denn dein Gehirn merkt nicht, ob du wirklich gute Laune hast oder dich nur so verhältst. Und schüttet deshalb trotzdem Glückshormone aus.

Also: Eine Minute lang lächeln (oder wenn das nicht funktioniert: Zahnbürste oder Stift zwischen die Zähne klemmen), herumspringen, „whoop whoop“ schreien es lohnt sich.

#9 Forscher-Modus

Stell dir vor, du bist die Entdeckerin einer neuen Spezies – der Spezies Ich-bin-mies-drauf. Beobachte sie genau. Wie verhält sie sich? Was denkt und fühlt sie? Interessant, oder? Beobachte weiter, bewerte nicht. Schauen wir von außen auf uns (siehe auch #3), ganz interessiert, wie ein Forscher, dann hilft das oftmals, von den üblichen Gedanken á la „Jetzt hör doch mal auf, so mies drauf zu sein“ oder „Warum ausgerechnet ich?“ wegzukommen. Wir werden liebe- und verständnisvoller mit uns selbst und nehmen an, was ist. ∞