Gutes tun & Ziele verwirklichen

Whoop whoop, ich habe meine Angst besiegt!

Ich habe heute einen Berg bezwungen einen riesengroßen Berg in meinem Kopf. Das muss gefeiert werden. Und erst einmal erörtert.

Der Berg in meinem Kopf  heißt Trypanophobie zu deutsch: Angst vor Spritzen. Vor allem vorm Blut abnehmen habe (oder hatte?) ich, seit ich denken kann, eine riesengroße Panik. Schon wenn ich meine Armbeuge berühre,  macht mich das ganz kirre wenn andere das tun, ist das unerträglich für mich. Woher das rührt? Ich weiß es nicht.

Ich weiß aber noch genau, wie mein letztes Ich-lasse-mir-heute-Blut-abnehmen-Manöver ausging: Ich lag bereits auf der Liege, die Manschette war bereits um meinen Oberarm befestigt und meine Armbeuge desinfiziert doch  dann konnte ich es nicht, mir liefen die Tränen und ich ging, ohne mich überwunden zu haben. Das war vor drei Jahren.

„The best way out is always through“

Heute hat es geklappt. Ich habe tief ein- und ausgeatmet, den Kopf zur Seite gedreht, die Ärztin hat mich mit Smalltalk abgelenkt und dann ging es ganz schnell.

Und danach habe ich mich großartig gefühlt. Ich habe etwas geschafft, wovor ich mich jahrelang gefürchtet habe. Und ich hab es  natürlich überlebt.

Das feiere ich heute. Danke, dass mein Geist heute stärker war als die irrationale Panik. Danke, dass ich sie gegen ein Hochgefühl eintauschen konnte. Und danke dafür, dass ich diese Last ablegen darf.

Es stimmt also wirklich: The best way out is always through. Die Angst lässt sich am besten besiegen, indem man sich ihr stellt. Und das Gefühl danach ist unbeschreiblich als ob ich tatsächlich einen Gipfel bestiegen hätte. ∞

4 Gedanken zu „Whoop whoop, ich habe meine Angst besiegt!“

  1. Und wenn Deine Angst durchaus berechtigt wäre und alle die sich ihr ganzes Immunsystem umgehen lassen von einem Doc, der vielleicht am Vortag noch sternhagelvoll war, von einer Assistentin, die ev. beim Sterilisieren schlampt, die wirklich Kranken sind? … 😉
    Ich freu mich über jedes Kind, das sich derartige Verletzungen nicht gefallen lässt und bin fassungslos über Mütter die gegen ihrer Kinder Wohl, diese verletzen lassen …
    Das muss man sich ja einmal vorstellen, was das für ein unendlicher Vertrauensbruch für das Kind ist!

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    1. Hallo Payoli, ich stimme dir zu, dass Spritzen für Kinder traumatisierend sein können (waren sie ja bei mir offenbar auch). Allerdings würde ich nicht jedem Arzt per se unterstellen, der oder die „wirklich Kranke“ zu sein – auch, weil ich „meine“ Ärztin schon lange kenne und mich vermutlich auch deswegen getraut habe. Mir geht es vor allem darum, zu sagen, dass unsere Ängste in unseren Köpfen oft so groß und unberechenbar – eben wie ein unbezwingbarer Berg – scheinen, es sich aber durchaus lohnt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und sie so zu zähmen. (Dass Angst natürlich ihre Berechtigung hat, nämlich uns zu schützen, will ich dabei nicht abstreiten.)

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      1. Naja, das wäre ein zweites Thema. Ich sehe in all den ärztlichen Interventionen gar keinen Sinn mehr, war 30 Jahre nicht mehr krank und sah solange auch keinem Arzt mehr und hab ob dieses Erfolges sogar einen Beruf daraus gemacht, indem ich mir das Spät- und Genussstudium zum Akad. Gesundheitstrainer leistete. Und da sah ich, dass meine Erfahrungen und mein Wissen durchaus korrelieren mit dem heutigen Stand der Wissenschaft, der aber – ich tippe, aus Profitinteressen – nicht kommuniziert wird: Niemand müsste krank sein! – Impfungslos!
        Also liegen die sich gegen Ärzte wehrende Kinder gar nicht so falsch! 😉

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