Gutes tun & Ziele verwirklichen

„Diesmal aber wirklich“: So kreierst du wirklich gute Vorsätze – und setzt sie auch um

Der Jahresbeginn ist die Zeit der guten Vorsätze – und der gescheiterten. Woran liegt das eigentlich und wie kann man es besser machen? Diese 4 Tipps helfen dir dabei, stressfrei und voller Tatendrang ins neue Jahr zu starten.

Zu Beginn des Jahres ist das Hellsehen leicht: In der kommenden Woche werden voraussichtlich wieder allerlei Fitnessgeräte bei den Discountern angepriesen, der Absatz von Diätbüchern wird steigen, der von Zigaretten dagegen sinken. Die erste Januarwoche ist die Zeit, in der Menschen erfahrungsgemäß ihr Leben auf den Prüfstand stellen, versuchen, sich neu zu erfinden und sich unliebsame Gewohnheiten abzutrainieren.

Den Körper entwöhnen ist nicht leicht

Und vermutlich werden viele scheitern. Denn Gewohnheiten zu ändern braucht Zeit. Schließlich ist der Körper daran, ja genau: gewöhnt – an ein bestimmtes Gefühl, das von der Gewohnheit ausgelöst wird. Zum Beispiel Zufriedenheit, Glücksgefühle oder Entspannung. Wollen wir die Gewohnheit ändern, fehlt unserem Körper der vertraute Effekt. Und wir merken das, indem wir uns traurig, gereizt, matt oder gestresst fühlen.

Gewohnheiten zu ändern ist also harte Arbeit. Das ist wichtig zu wissen, auch, damit wir uns nicht selbst verurteilen, wenn es mit den Veränderungen nicht so klappt wie geplant. Bis sich der Körper an eine neue Routine gewöhnt, dauert es etwa 30 Tage. Nimm dir also auf jeden Fall vor, einen Monat durchzuhalten.

Tipp #1: Welcher Mensch möchtest du sein?

Ganz am Anfang solltest du dir die Frage stellen, welcher Mensch du gerne sein möchtest. Was ist deine Vision von dir selbst?

Steht Zufriedenheit für dich ganz oben? Willst du jemand sein, der die Dinge anpackt? Ein Familienmensch? Jemand, der beruflich erfolgreich ist? Möchtest du einen Unterschied auf der Welt machen? Die Welt entdecken? Gutes Geld verdienen? Gesund sein und bleiben?

Dann solltest du dich fragen, was du tun kannst, um 2018 dem Ziel ein Stück näher zu kommen. Welche Kurse musst du besuchen, welches Wissen erarbeiten, welche Menschen treffen, wie viel Geld verdienen, welche Sprache lernen, welche Lebenseinstellung haben?

Ich zum Beispiel möchte ein liebevoller Mensch sein. Mein oberstes Ziel für 2018 ist es, auf meine Worte, Taten und Gedanken zu achten. Und sie mit Bedacht einzusetzen. Dazu gehört, nicht zu lästern, nicht (voreilig) zu urteilen und negativ zu bewerten.  Das gilt sowohl für andere als auch mich selbst. Denn gerade auf uns selbst bezogen urteilen wir oft besonders vernichtend. Und das tut – auch wenn es unbewusst passiert – nicht gut.

Tipp #2: Thema statt Vorsatz

Ich wähle für jedes neue Jahr ein Motto, auf das ich mich immer wieder rückbesinnen kann. Mein Motto für 2018 wird „(Selbst-)Liebe“ sein. Weitere Themen sind zum Beispiel: Positivität, Energie, Nachhaltigkeit, Klarheit, Selbsterkenntnis, Gelassenheit, Wandel, Erfolg, Gesundheit, Ruhe, Frieden, Kreativität, Schaffenskraft, Hilfe.

Das Jahresmotto „Gesundheit“ steht dann zum Beispiel dafür, gesünder zu essen und dich mehr zu bewegen. „Positivität“ erinnert dich immer wieder daran, das Gute in den Dingen zu sehen und den Fokus hin zum Positiven zu verschieben. „Klarheit“ kann dir helfen, dich selbst besser kennenzulernen und dir über deine Werte und Wünsche bewusst zu werden. „Nachhaltigkeit“ kann für einen Wechsel zu Ökostrom stehen, für einen „Kaufstopp“ oder vegane Ernährung. Und „Hilfe“ kann dich daran erinnern, dankbar für die Hilfe anderer zu sein, aber auch regelmäßig selbst anderen Gutes zu tun: Vielleicht der Nachbarin, guten Freunden oder indem du spendest.

So ein Jahresmotto ist ganzheitlicher und stets positiv formuliert. Es richtet den Fokus also darauf, was du dir wünschst und nicht auf Dinge, die du nicht in deinem Leben haben möchtest.

Und ein Jahresmotto verleitet weniger dazu, direkt abzubrechen, wenn man mal sündigt. Schließlich gilt es für das ganze Jahr, nicht nur für Januar. Am besten schreibst du dein Jahresmotto darum auf und hängst es dir an einen Ort, an dem du es regelmäßig siehst.

Tipp #3: Mach’s konkret und setz dir Ziele

Nachdem du das Motto gefunden hast, solltest du dir überlegen, welche Ziele du mit dem Motto verbindest: Was soll am Jahresende anders sein als zu Beginn? Wie schaffe ich das? Und was brauche ich dazu? Wen brauche ich? Welches Wissen? Wie lang dauert das ungefähr? Manchmal ist auch ein Zwei- oder ein Drei-Jahres-Plan sinnvoll – manche Ziele zu verwirklichen dauert eben länger. Und es wäre schade, wenn du aufgibst, weil sich der gewünschte Erfolg nicht innerhalb eines Jahres einstellt.

Finde dann die richtigen Menschen, die bereit sind dich zu unterstützen. Such dir Verbündete und erzähle ihnen von deinem Ziel. Sie können dir helfen durchzuhalten, wenn es mal nicht so gut läuft.

Und schließlich: Schreib die Antworten auf die obigen Fragen auf. Ziele und die nötigen Schritte zu notieren, ist schon der erste Schritt der Umsetzung.

Tipp #4: Veränderung für dich selbst, nicht für andere

Persönliche Veränderungen sollen Freude machen. Wenn du das Gefühl hast dich verändern zu müssen, steckt vielleicht ein anderes Problem dahinter. Zum Beispiel, wenn du abnehmen möchtest: Einerseits kann dahinter das Ziel stecken gesünder zu leben – oder von anderen akzeptiert zu werden. Hinter einem Vorsatz können also zwei völlig verschiedene Haltungen stecken: Verantwortung für dich zu übernehmen oder dich anzupassen.

Frage dich deshalb, welche Haltung hinter den Zielen fürs neue Jahr steckt. Freue ich mich auf die Veränderung oder habe ich das Gefühl, dass ich mich verändern muss, weil es andere wollen?

Lass die Verantwortung bei dir. Mach niemand anders für dein Leben und deine Ziele verantwortlich. Du erschaffst dein Leben. Niemand sonst. ∞

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